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Unterstützung der Budapest Open Access Initiative durch das "Information Program" des Open Society Institutes

14. Februar 2002

Die Budapest Open Access Initiative (BOAI), die heute an die Öffentlichkeit getreten ist, möchte internationale Bemühungen um den weltweit freien Online-Zugang zu wissenschaftlichen Zeitschriftschriftenveröffentlichungen in allen akademischen Feldern bündeln und beschleunigen. Die BOAI ist aus einem Treffen hervorgegangen, dass in Budapest von dem Open Society Institute (OSI) veranstaltet wurde.

Das OSI "Information Program" verpflichtet sich, für die Dauer von drei Jahren jährlich 1 Million US Dollar zur Förderung von open access-Projekten zu vergeben. Gefördert werden:

  • die Entwicklung von Geschäfts- und Finanzierungsmodellen des Self-Archiving und für open access-Fachzeitschriften;
  • die Nutzung von Bibliotheksnetzwerken (wie das "Electronic Information for Libraries consortium", dem derzeit 40 Länder zugehören, siehe www.eifl.net) zur Mobilisierung weltweiter Unterstützung für die open access-Bewegung;
  • die Unterstützung von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen aus einkommensschwachen Ländern und Regionen, damit sie in open access-Fachzeitschriften, die Gelder für die Veröffentlichung und Verbreitung von Beiträgen verlangen, publizieren können;
  • die (Weiter-) Entwicklung von Software für open access-Zeitschriften und für das Self-Archiving (Indexierung und Navigation);
  • die Verbreitung der Philosophie des open access bei staatlichen und nichtstaatlichen Fördereinrichtungen und Stiftungen, bei Bibliotheken und Universitäten, bei Regierungsstellen und Politikern und Politikerinnen, und bei international operierenden Institutionen.

Das OSI wird zu einem späteren Zeitpunkt gegebenenfalls auch Gelder für die unmittelbare Gründung von open access-Zeitschriften und für einzelne Self-Archiving-Initiativen bereitstellen.

Die Budapest Open Access Initiative wurde von den Teilnehmern und Teilnehmerinnen des Budapester Treffens und von Hunderten Einzelpersonen und Institutionen aus aller Welt unterzeichnet, von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen, von Universitäten, Bibliotheken, Fördereinrichtungen, Zeitschriften, Verlagen und Learned Societies. Die Webseite enthält neben den Unterschriften derer, die bisher unterzeichnet haben, Vorschläge zur Unterstützung der BOAI und ein ausführliches FAQ. Wir ermutigen Einzelpersonen und Institutionen, die Initiative zu unterzeichnen und sich zu informieren, wie sie die open access-Bewegung unterstützen können.

Das OSI ist eine private Stiftung, die die Entwicklung und Implementation von Programmen in den Feldern Zivilgesellschaft, Erziehung und Bildung, Medien, Public Health, Frauen- und Menschenrechte fördert, ebenso Bemühungen um soziale, gesetzliche und wirtschaftliche Reformen. Das OSI operiert als Zentrum eines informellen Netzwerkes aus Stiftungen und Einrichtungen, die in mehr als 50 Ländern verschiedene Programme unterstützen. Es wurde 1993 von George Soros zur Vernetzung derartiger Programme, zur Förderung von Intiativen, usw. gegründet. Das OSI hilft und begleitet Soros-Stiftungen u.a. in Zentral- und Osteuropa und in der ehemaligen Sowjet-Union, in Haiti, der Mongolei und in Süd- und Westafrika. Besuchen Sie www.soros.org für weitere Informationen.

Das OSI "Information Program" beaufsichtigt und koordiniert Netzwerk-Aktivitäten u.a. in den Bereichen Internet-Politik, Unterstützung von Publikations- und Bibliothekswesen, Zugang zu Informationen.

Wenn Sie weitere Informationen benötigen, wenden Sie sich bitte per Mail an Melissa Hagemann, mhagemann@sorosny.org.

 

 

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 Email: openaccess@soros.org